Abgabehunde

Es kann einmal vorkommen, dass man als Züchter einen seiner erwachsenen bzw. älteren Hunde abgibt. Gründe hierfür können Unverträglichkeiten im Rudel sein, Verkleinerung des Rudels, ein Hund erfüllt nach Aufzucht vielleicht nicht die gesundheitlichen und/oder optischen Kriterien für einen Zuchteinsatz, ein Rückläufer, also ein Hund, der vom Züchter zurückgenommen wird, oder ein Beenden der Zucht aufgrund des Alters, und damit verbunden der Wunsch dem Hund einen schönen und vor allen Dingen ruhigeren Platz zu gönnen. Denn ebenso wie bei uns Menschen verändern sich auch bei älter werdenden Hunden die Bedürfnisse, und so sind sie dann oftmals mit einem Platz bei Liebhabern als Zweithud oder in einem kleinen Rudel besser aufgehoben. Meiner Meinung nach ist nichtzwangsläufig einzig und allein der Patz beim Züchter der beste für einen Hund, es kann ihm auch in Privathänden ebenso gut gehen, und er muss sich mit weniger Hunden die Liebe und Zuwendung des/der Menschen teilen.

Nicht zu vergessen ist aber, dass viele denken, dass ein erwachsener Hund bereits "fertig" ist und sich problemlos in ein neues Zuhause einfügt, dies ist aber selten der Fall.

Erwachsene Hunde haben in ihrem Leben bereits viele Erfahrungen sammeln können, sowohl positive wie aber teils auch negative. Erwachsene Hunde erfordern sehr viel mehr Einfühlungsvermögen als ein noch unbedarfter und unbelasteter Welpe, der noch sehr viel anpassungsfähiger ist. Insofern braucht man für die Eingewöhnung eines erwachsenen Hundes häufig weit mehr Zeit und Verständnis als bei einem Welpen. Es ist also ein Irrtum zu glauben, dass ein älterer Hund keine Herausforderung darstellt, nur sind es teils eben andere Herausforderungen als bei einem Welpen.

Jeder Hund, egal ob Welpe, Junghund oder alter Hund, trifft bei einer Abgabe auf eine neue Umgebung, neue Menschen, neue Räumlichkeiten, es begint schon beim Auto mit einem anderen Fahrverhalten. Dazu dann noch fremde Menschen, welche unbekannte Stimmen und Gerüche haben, sowie ein anderes Bewegungsmuster, ggf. fremde Hunde, und vieles mehr. Und auch ganz wichtig, dass jeder Mensch einen anderen Tagesablauf hat, und womöglich eine andere Intention der Hundeerziehung/-haltung, von autoritär bis antiautoritär, und den vielen Abstufungen dazwischen. Der eine Mensch ist laut, der andere leise, und auch die Körpersprache eines jeden Menschen ist verschieden, und Hunde müssen ihre neuen Menschen erst lesen lernen. All dies müssen gerade erwachsene Hunde erst einmal verarbeiten, und sich teils extrem umgewöhnen.

Kleines Beispiel, kommen Hunde aus einem Haushalt, in dem sowohl mit positiver wie auch negativer Bestärkung gelebt wird, und er weiß wo sein Platz ist, und ihm der Mensch durch seine bedingte Autorität ein sicheres Gefühl vermittelt, so können aus solchen Hunden in antiautoritären Händen sehr schnell unsichere bis ängstiche Hunde werden, weil sie das Gefühl haben, dass nicht der Mensch sie führt, sondern dass sie die Führungsposition einnehmen müssen, auch und gerade gegenüber dem seiner Meinung nach "schwächlichen" Menschen. Und gerade dies stellt ein enormes Stresspotential für einen Hund dar, und eine lange Umstellungsphase ist zu erwarten, bis ein Hund sich wieder sicher fühlen kann, und im Rahmen der Epigenetik umgepolt sein wird.

Erwachsene Hunde, die ein neues Zuhause suchen, sind im Unterbutton zu finden. 


 

Zuletzt aktualisiert am 18.05.2018
 
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Zitate
 
"Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen."

(Ernst R. Hauschka)


"Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede."

(Louis "Satchmo" Armstrong)


"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt."

(Mahatma Gandhi)


"Natürlich kann man ohne Hund leben - es lohnt sich nur nicht."

(Heinz Rühmann)


"Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären, in deren ehrliches Gesicht man ohne Misstrauen schauen kann?!

(Arthur Schopenhauer)
 
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